Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Immungenetik Ulm (IKT)
Abteilung Molekulare Diagnostik, Molekulare Therapie und Experimentelle Transplantation

Forschung und Entwicklung

Die Abteilung „Molekulare Diagnostik, Molekulare Therapie und Experimentelle Transplantation“ des IKT Ulm ist eine Diagnostik- und Forschungsabteilung mit der Zielsetzung, patientennahe Versorgung translational von „Bench to Bedside“ weiter zu entwickeln.

Die Abteilung bietet die molekulare Immundiagnostik aller bekannten angeborenen, primären Immundefekte, sowie die molekulare Diagnostik ausgewählter Hämatopoesedefekte an. Diese Auftragsdiagnostik wird erkrankten Patienten, deren Familienmitgliedern und in Zusammenarbeit mit Genetikern im Rahmen von pränatalen Untersuchungen bereitgestellt.

Weitere Untersuchungsangebote sind Chimärismusanalysen vor und nach Transplantationen, Kolonietestung von hämatopoetischen Progenitorzellen, sowie Abstammungsgutachten.

Neben der routinemäßig durchgeführten molekularen Diagnostik der primären Lymphopoese- und Hämatopoesedefekte (in einem ISO 9001 zertifizierten Labor und unter DACH Akkreditierung) gilt im Forschungsbereich das Interesse der molekularen und pathophysiologische Aufklärung bisher nicht charakterisierter Entwicklungs- und Funktionsstörungen der lymphatischen und erythroiden Reihe (z. B. SCID Patienten, Kongenitale Dyserythropoietische Anämien).

Abteilungsleiter, Molekulare Diagnostik, Molekulare Therapie und Experimentelle Transplantation
Dr. Klaus Schwarz
Tel.: 0731 150-642 od. -622
Fax: 0731 150-645
E-Mail:

 

Unsere Diagnoseleistungen in der Übersicht

 

Schwerpunkte konzentrieren sich auf die Rekombination der Immunglobulin- und T Zell- Rezeptorgene (V[D]J Rekombination, NHEJ Reparatur), auf die DNA Reparatur, die DNA Stabilität und die Interaktion und Aktivierung der daran beteiligten Faktoren (RAG1, RAG2, KU70, KU86, DNA-PKcs, Artemis, XRCC4, XLF, LigaseIV) bei der Lymphozytendifferenzierung.

Ein zweiter Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Gentherapie. Zur Entwicklung neuer Methoden einer Genkorrektur werden Strategien an Modellen erprobt, die zukünftig eine nukleotidgenaue Reparatur veränderter Gene in hämatopoetischen Stamm- oder Progenitorzellen ermöglichen sollen.

Forschungsinteressenten (Post-Docs, Promotionstudenten, Bachelorstudenten, Praktikanten) erhalten hier Informationen über offene Stellenangebote.