Weltblutspendetag: Blutversorgung über den Sommer sichern
28.05.2026
Demografischer Wandel verschärft Herausforderungen für die Blutspende
Wenn immer weniger Menschen regelmäßig Blut spenden, ist das ein gefährliches Spiel auf Zeit. Eine stabile Blutversorgung darf nicht dauerhaft auf den Schultern einer kleiner werdenden Gruppe besonders engagierter Spender*innen ruhen. Zwar konnten in den vergangenen Jahren saisonale Engpässe deutlich reduziert werden, doch was kurzfristig Stabilität schafft, macht das System langfristig anfälliger. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bleibt es deshalb entscheidend, neue und insbesondere jüngere Menschen dauerhaft für die Blutspende zu gewinnen.
Rund um den Weltblutspendetag am 14. Juni rufen die DRK-Blutspendedienste bundesweit dazu auf, gerade in den Sommermonaten Blut zu spenden. Hohe Temperaturen, Ferienbeginn und Reisezeit sorgen erfahrungsgemäß dafür, dass weniger Menschen Blut spenden gehen. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Blutpräparaten in den Kliniken unverändert hoch. Täglich werden Blutspenden für die Versorgung von Unfallopfern, Krebspatient*innen, Menschen mit schweren Erkrankungen oder bei komplizierten Operationen benötigt.
Die Herausforderungen für die Blutversorgung werden durch den demografischen Wandel zusätzlich verschärft. Die deutsche Bevölkerung altert zunehmend, gleichzeitig werden die nachfolgenden Generationen kleiner. Zugleich erreichen die geburtenstarken Jahrgänge der sogenannten Babyboomer das Rentenalter. Damit wächst die Zahl älterer Menschen, die medizinisch versorgt werden müssen, während gleichzeitig weniger junge Menschen nachkommen, die potenziell Blut spenden können.
Diese Entwicklung verändert die Struktur der Blutspende bereits heute spürbar.
Der Weltblutspendetag ist jedoch nicht nur ein Tag des Appells, sondern auch des Dankes. Gewidmet ist er den Menschen, die sich regelmäßig und selbstlos mit ihrer Blutspende in den Dienst der Gemeinschaft stellen. Ihr Engagement ist Ausdruck gelebter Solidarität, auf die sich tagtäglich tausende schwerkranke und verletzte Menschen jeden Alters verlassen müssen.
Die DRK-Blutspendedienste appellieren insbesondere an junge Erwachsene und Erstspender*innen, sich mit dem Thema Blutspende auseinanderzusetzen und Verantwortung zu übernehmen. Jede einzelne Blutspende kann Leben retten.
Täglich über 3.000 Blutspenden in Baden-Württemberg und Hessen benötigt
Ausgehend von einer 5-Tage-Woche, werden in Deutschland täglich ca. 15.000 Blutspendende benötigt, um das Gesundheitssystem mit unverzichtbaren Blutspräparaten sicher versorgen zu können. Allein in Hessen und Baden-Württemberg werden täglich rund 3.000 Blutspenden benötigt.
Unser großer Dank gilt den vielen Spenderinnen und Spendern, die mit ihrer regelmäßigen Blutspende seit Jahren Verantwortung für ihre Mitmenschen übernehmen. Damit die Versorgung auch in Zukunft sichergestellt werden kann, benötigen wir jedoch mehr junge Menschen, die regelmäßig Blut spenden kommen. Wir freuen uns über jede Spenderin und jeden Spender.
Nora Löhlein, Pressesprecherin des DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen
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Pressekontakt
Nora Löhlein
Leitung Kommunikation & Marketing // Pressesprecherin
DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen gemeinnützige GmbH
Sandhofstraße 1
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E-Mail: presse@blutspende.de