Geschrieben am: 15.06.2026
Jedes Jahr rund um den Weltblutspendetag am 14. Juni verschwinden plötzlich die Buchstaben A, B und O aus vielen Logos, Werbeanzeigen, Social-Media-Beiträgen und Unternehmensnamen. Was zunächst irritieren kann, ist Teil von #missingtype, einer der bundesweiten Kampagnen der DRK-Blutspendedienste.
Die Aktion macht auf kreative Weise sichtbar, worauf es bei der Blutspende ankommt. Denn die Buchstaben A, B und O sind nicht nur fehlende Zeichen in Schriftzügen, sondern sie stehen stellvertretend für die Blutgruppen, die täglich für die Versorgung von Patient*innen benötigt werden. Unter dem Motto „Erst wenn's fehlt, fällt's auf“ erinnert die Kampagne daran, dass Blutspenden unverzichtbar sind und Leben retten können.
Gemeinsam Aufmerksamkeit schaffen
#missingtype wird von den Blutspendediensten des Roten Kreuzes bundesweit in Deutschland umgesetzt und von zahlreichen Unternehmen, Organisationen, Vereinen, Institutionen und prominenten Unterstützer*innen begleitet. Sie alle verzichten für einen begrenzten Zeitraum bewusst auf die Buchstaben A, B und O in ihrer Kommunikation und setzen damit ein sichtbares Zeichen für die Blutspende. Als prominente Unterstützung konnten für dieses Jahr Sportmoderatorin Jana Wosnitza, TV-Moderator Thore Schölermann, Fußball-Profi Loris Karius und Influencer Stefano Zarrella gewonnen werden.
Die besondere Stärke der Kampagne liegt in ihrer Einfachheit: Durch das bewusste Weglassen der Buchstaben wird unmittelbar deutlich, wie sehr etwas fehlt, wenn es plötzlich nicht mehr da ist. Genau diese Botschaft lässt sich auf die Blutversorgung übertragen. Denn Blut kann nicht künstlich hergestellt werden und steht nur dann zur Verfügung, wenn Menschen bereit sind, regelmäßig zu spenden.
Warum die Kampagne so wichtig ist
Gerade in den Sommermonaten stehen die Blutspendedienste jedes Jahr vor besonderen Herausforderungen. Während viele Menschen verreisen oder ihre Freizeit außerhalb des Alltags verbringen, bleibt der Bedarf an Blutpräparaten in Kliniken unverändert hoch. Aktionen wie #missingtype helfen dabei, das Thema Blutspende stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken und Menschen für die Bedeutung ihrer Spende zu sensibilisieren.
Die Kampagne zeigt dabei eindrucksvoll, dass oft schon eine kleine Veränderung ausreicht, um große Aufmerksamkeit zu erzeugen und Menschen dazu zu bewegen, sich mit der Blutspende auseinanderzusetzen oder selbst aktiv zu werden.
#missingtype zu Gast im Blutspende-Podcast „500 Milliliter Leben“
Wir haben es uns deshalb nicht nehmen lassen, dieser besonderen Aktion eine Bühne in unserer 50. Jubiläumsfolge von „500 Milliliter Leben“ zu geben.
Gemeinsam mit unseren beiden Expertinnen Franziska Hanfland (DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg – Hessen) und Carina Niedermeier (Blutspendedienst des Bayerischen Roten Kreuzes) blicken wir auf die Erfolgsgeschichte von #missingtype und sprechen darüber, warum die Kampagne seit Jahren Menschen bewegt, aufmerksam macht und immer wieder neue Impulse setzt. Was macht ihren anhaltenden Erfolg aus? Warum schafft sie es, ein so sensibles und lebenswichtiges Thema emotional, sichtbar und gesellschaftlich relevant zu transportieren? Und weshalb ist es gerade rund um den Weltblutspendetag am 14. Juni so wichtig, Jahr für Jahr daran zu erinnern, was es bedeutet, wenn Blutspenden fehlen?
Eine Folge über starke Botschaften, kreative Aufmerksamkeit und vor allem über die Menschen, die mit ihrer Blutspende Leben retten können. Denn manchmal reicht schon ein fehlender Buchstabe, um sichtbar zu machen, wie wertvoll jede einzelne Spende ist.
Denn erst wenn's fehlt, fällt's auf! Jetzt reinhören!