Stephanie Vural-Schäfer

Blutkonserven retteten Stephanie das Leben - Den Spendern wird sie immer dankbar sein!

Potrait

von 

Franziska
,

 am 25.01.2022

Blutspenderinnen und Blutspender retten jeden Tag Menschenleben. Verbindendes Element bei einer Bluttransfusion ist dieselbe Blutgruppe, die Blutspender und -empfänger miteinander vereint. Unsere Kampagne „It’s a match!“ lässt nicht nur Lebensretter zu Wort kommen, sie gibt auch den Patienten eine Stimme und ein Gesicht, die dank Bluttransfusionen zum Beispiel einen Unfall überlebt haben oder trotz einer schweren Erkrankung wieder positiv in die Zukunft schauen können. Sie alle machen Mut und können noch mehr Menschen zum Spenden motivieren. Hier erzählen wir ihre bewegenden Geschichten.

Dank Blutkonserven hat Stephanie Ihren bösartigen Tumor an der Schädelbasis bekämpft

Stephanie Schäfer-Vural ist 42 Jahre alt und wohnt in der Nähe von Gießen. Stephanies Leben änderte sich 2018 schlagartig nach der Diagnose eines seltenen Tumors an der Schädelbasis. Sie überlebt dank Blutspenden. Stephanie hat uns erzählt wie sich die Zeit angefühlt hat und was Sie den Menschen gerne mit auf dem Weg geben möchte. 
 

Stephanie magst du uns erzählen wie es dir aktuell geht und wie es dir nach der Diagnose ging?

Aktuell geht es mir gut. Nach der Diagnose war ich sehr beunruhigt und hatte große Angst vor dem Ungewissen. Es fing alles 2018 an. Ich hatte vermehrt starke Kopfschmerzen, jedoch hatte ich die Hoffnung, dass es keine ernste Erkrankung ist. Nach vielen Untersuchungen bekam ich die Diagnose Chordom (ein Chordom ist eine seltene Krebsart, die in den Knochen der Schädelbasis und der Wirbelsäule auftritt) an der Schädelbasis. In dem Moment ist meine Welt zusammengebrochen, es war für mich die schlimmste Diagnose. Mein Halt in dieser schweren Zeit waren meine Kinder und mein Ehemann. 

Was ist seit 2018 alles für dich passiert?

Ich hatte 2018 längere Zeit starke Kopfschmerzen und Nackenschmerzen. Noch dazu bekam ich eine Sehstörung auf einem Auge, jedoch konnte der Augenarzt den Grund für die Sehstörung nicht finden. Nachdem ich schlecht Luft bekommen habe, wurde nach einer CT meine Diagnose gestellt. Danach folgte die erste große Operation. Die Entfernung des Tumors dauerte zehn Stunden. Hier wurden die ersten Blutkonserven benötigt, ohne die ich die Operation nicht überlebt hätte. Trotzdem hatte ich viel Glück im Unglück. Die Ärzte hatten eine Schwerbehinderung aufgrund der Lage des Tumors nicht ausgeschlossen, ich schaffte es jedoch, mich nach 17 Tagen im Krankenhaus nach Hause zu kämpfen. Die Operation war Anfang Dezember. Ich hatte nicht geglaubt, dass ich Weihnachten daheim verbringen könnte, aber ich habe es geschafft und wurde kurz vor Weihnachten entlassen. 2019 folgte dann die erste Bestrahlung für mich, denn aufgrund der komplizierten Lage des Tumors war dieser bei der Op nicht vollständig entfernt worden. Leider bekam ich im Oktober 2020 erneut einen Tumor im Nasenloch, der aktuell bestrahlt wird. Und auch hier bin ich jedem Spender einer Blutkonserve vom Herzen dankbar! 

Du arbeitest als medizinische Fachangestellte: Wie verändert das deine Sichtweise im Bezug auf die Blutspende?

Ich arbeite als Arzthelferin in einer Hausarztpraxis. Meine Sichtweise hat sich insofern verändert, dass ich gerne Patienten informieren würde und direkt an meinem Arbeitsplatz in der Praxis eine Aufklärung über die Wichtigkeit des Blutspendens machen würde. Den Menschen würde ich gerne ans Herzen legen, in welchen Fällen die Blutspende helfen kann.

Wie sieht es bei deinen Familienmitgliedern aus, spenden sie Blut?

Meine Tochter ist Blutspenderin.

Hast du noch eine Botschaft an die Leserinnen und Leser, die bisher noch kein Blut gespendet haben?

Wenn es mir möglich wäre, würde ich selbst Blutspenden, um anderen Menschen ebenfalls mit meiner Blutspende zu helfen und Leben zu retten. Jedem Menschen sollte bewusst sein, dass sich hinter jeder Blutspende ein Menschenleben verbirgt, welches gerettet werden kann. Ich hoffe, dass ich durch meine Geschichte andere motivieren kann, Blut zu spenden. Hätte ich die Blutspenden nicht empfangen, wäre ich heute nicht mehr da, und meine Kinder hätten ihre Mutter verloren.

Liegt dir noch etwas am Herzen, was du unseren Leserinnen und Lesern mitteilen möchtest?

Dankbarkeit. Ich danke jedem einzelnen Blutspender. 

Vielen Lieben Dank!

Vielen Dank, liebe Stephanie, für deine bewegende Geschichte und die Zeit, die du dir genommen hast, um sie uns und unseren Leserinnen und Lesern zu erzählen.

 

Du möchtest auch gern Leben retten? Werde auch du Blutspender und reserviere hier deinen Blutspendetermin.

Kampagne It's a match Motiv Visual Mädchen Mann Paar

Auf Stephanies Geschichte wurden wir über die Pinnwand unserer Kampagne "It's a Match!" aufmerksam. Wir freuen uns, dass so viele Menschen uns erzählen, was sie mit dem Thema Blutspende verbindet und warum sie es für so wichtig halten. Die Erfahrungen von SpenderInnen und  PatientInnen können ausschlaggebend sein, wenn es darum geht, weitere Menschen für die Blutspende zu gewinnen. Wir bedanken uns bei allen TeilnehmerInnen an der Kampagne! Hier findest du alle Informationen und den Weg zur Pinnwand:

https://www.blutspende.de/itsamatch/

https://www.blutspende.de/itsamatch/stories

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Potrait
Franziska

Neben dem Schreiben für das Magazin verbringt Franziska gerne Zeit draußen, entweder bei der Gartenarbeit oder in der Gartenliege mit einem kalten Getränk.  

Referentin für Öffentlichkeitsarbeit

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