Geschichte und Entwicklung

Geschichte des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg - Hessen

1953
Gründung des DRK-Blutspendedienstes in Hessen als Arbeitsgemeinschaft zwischen dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt am Main und dem DRK-Landesverband Hessen. Sitz der Einrichtung ist Frankfurt am Main
 

1956
Gründung des DRK-Blutspendedienstes Baden-Württemberg als gemeinnützige GmbH von den DRK-Landesverbänden Baden-Württemberg und Südbaden
 

1958
Die DRK-Blutspendezentrale in Baden-Baden nimmt ihre Arbeit auf
 

1959
Am 16. Januar spendet Elvis Presley Blut in der US-Kaserne in Friedberg.
Im August findet in Babenhausen die 100.000ste hessische Blutspende statt
 

1963
Der Spender der 250.000sten Blutspende Baden-Württembergs wird geehrt
 

1964
Gründung des DRK-Blutspendedienstes Hessen als gemeinnützige Gesellschaft. Gesellschafter sind das Land Hessen, die Stadt Frankfurt am Main und der DRK-Landesverband Hessen
 

1965
Im November beschließt der Gründungsausschuss der Universität Ulm auf die Errichtung einer hochschuleigenen regionalen Blutspendeeinrichtung zu verzichten. Er fordert den DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg auf, die für den Osten des Bundeslandes vorgesehene zweite überregionale DRK-Blutspendezentrale in Ulm an der Donau aufzubauen und an die Medizinisch-Naturwissenschaftliche Hochschule anzubinden.
 

 

1970
Sowohl in Baden-Württemberg wie auch in Hessen wird jeweils die 1.000.000ste Blutspende geleistet
Ab diesem Jahr werden alle Blutspenden auf Hepatitis-B getestet
 

1971
Die DRK-Blutspendezentrale in Ulm in Betrieb genommen. Mit der Produktion von Faktor-VIII-Konzentraten für Bluterkranke wird in der Blutspendezentrale in Baden.-Baden begonnen.
 

1976
Die Stadt Kassel tritt dem DRK-Blutspendedienst als vierter Gesellschafter bei. Der DRK-Blutspendedienst eröffnet in angemieteten Räumlichkeiten in Kassel ein Zweiginstitut.
 

1981
Die deutschlandweit 25.000.000ste Blutspende wird im hessischen Brensbach (Odenwaldkreis) geleistet. An der Ehrungsveranstaltung nimmt auch der amtierende Bundespräsident teil.
 

1985
Ab Juni werden alle Blutspenden mittels der Antikörpersuchtestmethode auf HIV (AIDS) untersucht.
 

 

1989
Die DRK-Blutspendezentrale in Mannheim wird eröffnet und übernimmt die Aufgaben der bisherigen Blutbank des Klinikums der Stadt Mannheim. Die DRK-Blutspendezentrale Mannheim ist, ebenso wie die Institute in Ulm und Frankfurt am Main, an die zuständige Universität, hier Heidelberg, angebunden und mit einer Professur ausgestattet. Dadurch ist gewährleistet, dass der DRK-Blutspendedienst seine Erfahrung im Transfusionswesen auch für die allgemeine Gesundheitsversorgung zur Verfügung stellen kann und umgekehrt immer auf dem höchstmöglichen Stand des Wissens ist, um auch zukünftig für höchste Qualität und Sicherheit seiner Blutpräparate für die Patienten bürgen zu können.
 

1990
Seit Juli werden alle Blutspenden auf Hepatitis-C getestet.
 

 

1991
Gründung des Zentralen Knochenmarkspender-Registers für die Bundesrepublik Deutschland als gemeinnützige Gesellschaft in Ulm. Baden-Württemberg ehrt den Spender der 7.000.000sten Blutspende
 

1997
Die routinemäßige Gewinnung von Nabelschnurblut führt zur Gründung der zweitgrößten Nabelschnurblutbank, angesiedelt im Institut Mannheim. Ab diesem Jahr werden alle Blutspenden mit der PCR-Methode (Polymerase-Kettenreaktion) auf eine mögliche Hepatitis-C-Infektion untersucht. Im Rahmen eines Forschungsprojektes erfolgt diese Untersuchung auch für das AIDS-Virus (HIV) und das Hepatitis-B-Virus (HBV).
 

1998
In Stuttgart wird die 10.000.000 Blutspende aus Baden-Württemberg gefeiert. Die drei Mitte März erfolgt die erste Abgabe eines Nabelschnurpräparates von der Nabelschnurblutbank des Institutes Mannheim für einen 12jährigen Jungen in den Vereinigten Staaten.
 

1999
Die 7.000.000ste hessische Blutspende wird geleistet
 

 

2000
Spender, die sich zwischen 1980 und 1996 insgesamt länger als sechs Monate in Großbritannien aufgehalten haben, werden nicht mehr zur Spende zugelassen, da es nicht auszuschließen ist, dass die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit übertragen wird. In Großbritannien war diese Erkrankung vermehrt aufgetreten.
 

2001
Im Februar scheidet die Stadt Kassel als Gesellschafterin der DRK-Blutspendedienst Hessen aus, die Gesellschaftsanteile übernimmt die Klinikum Kassel. Im Juni scheidet ebenfalls das Land Hessen aus der Gesellschaft aus, diese Anteile übernimmt der DRK-Landesverband Hessen e.V.

Am 31. August erfolgt die Fusion der DRK-Blutspendedienste Hessen und Baden-Württemberg, rückwirkend zum 1.1.2001

Ab April werden nur noch inlinefiltrierte Blutprodukte abgegeben. Bei der sogenannten Leukozytendepletion werden aus dem gespendeten Blut die weißen Blutkörperchen entfernt. Es gibt Hinweise, dass die Erreger der neuen Variante der Creutzfeldt-Jakob-Erkrankung, sollten sie im Blut vorkommen, möglicherweise mit den weißen Blutkörperchen verbunden sind.
 

 

2002
Im April wird das neue Laborgebäude des Institutes für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie in Frankfurt am Main eingeweiht.

Der DRK-Blutspendedienst Sachsen wird als 100prozentiges Tochterunternehmen in den DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg - Hessen aufgenommen
 

 

50 Jahre DRK-Blutspende in Hessen
Festschrift aus dem Jahre 2003 als PDF-Dokument

2003
Die DRK-Blutspendedienste in Berlin und Brandenburg werden ebenfalls als Tochtergesellschaften aufgenommen. und zum DRK-Blutspendedienst Berlin-Brandenburg verschmolzen.
 

2004
Mit dem DRK-Blutspendedienst Nord wird ein weiterer Blutspendedienst als Tochtergesellschaft aufgenommen.
 

2005
In Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Tübingen nimmt das Zentrum für Klinische Transfusionsmedizin Tübingen (ZKT Tübingen) und zusammen mit dem Universitätsklinikum Heidelberg das Institut für Klinische Transfusionsmedizin und Zelltherapie Heidelberg (IKTZ Heidelberg) die Arbeit auf.