Im HLA-Labor erfolgen transplantationsimmunologische Untersuchungen und Beratung bei Blutstammzell- bzw. Knochenmarktransplantationen für Familienspender oder unverwandte Fremdspender. Des Weiteren erfolgen Beratung und Diagnostik in der Granulozytenimmunologie. Es werden niedrig- und hochauflösende HLA-Klasse I und Klasse II Typisierungen mittels serologischer und molekulargenetischer Methoden durchgeführt. Zum Nachweis von HLA-Antikörpern einschließlich Differenzierung werden Methoden wie der Lymphozytotoxizitätstest (LCT), die Durchflusszytometrie, ELISA und Immunphagozytose- Inhibitionstest (IPI) eingesetzt.

In der Granulozytenimmunologie werden Patienten mit Erkrankungen wie Autoimmun- Granulozytopenie, fetale Alloimmungranulozytopenie, medikamenteninduzierte Granulozytopenie oder TRALI (Transfusionsassozierte Lungeninsuffizienz) untersucht. Hierfür stehen hochsensitive Methoden zum Nachweis und Spezifizierung von granulozytären Allo- und Autoantikörpern einschließlich molekulargenetischer Bestimmung der granulozytenspezifischen HNA-Merkmale zur Verfügung.

Zum weiteren Aufgabenbereich des HLA-Labors gehört auch die Immunphänotypisierung der Lymphozyten (CD3+, CD4+, CD8+, CD16+56+, CD19+ Zellpopulationen) einschließlich Bestimmung der Aktivierungsprofile der T-Lymphozyten (HLA-DR, CD38, CD57, CD45RO). Diese Untersuchung wird in der Diagnostik von habituellen Aborten, Infektionen, Transplantationen eingesetzt.