Dr. med. Karin Janetzko Abteilungsleiterin Immunhämatologie / Blutbank, Qualitätskontrolle und Infektionsserologie
PD Dr. med. Karin Janetzko
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Die Abteilung Infektionsserologie hat die Aufgabe, die Sicherheit aller hergestellten Blutkomponenten entsprechend der Anforderungen in den bei der Bundesoberbehörde hinterlegten Zulassungsunterlagen zu überprüfen. Für jedes Blutprodukt sind Qualitätsmerkmale in Form einer Spezifikation festgelegt, die den Vorgaben der Richtlinien der Bundesärztekammer und des Paul-Ehrlich-Institutes entsprechen und stets dem aktuellen Wissensstand angepasst werden.

Nur wenn sich aufgrund dieser Labortestungen kein Hinweis auf eine Virusinfektion im gespendeten Blut ergibt, dürfen die Blutprodukte zur Transfusion freigegeben werden. Hierdurch soll die Übertragung einer Hepatits B, Hepatitis C, HIV- und Syphilis – Infektion auf den Empfänger verhindert werden.

Bei jeder Art von Vollblutspende, zu denen auch die Eigenblutspende zählt, oder bei Einzelblutzellspenden (Komponentenspenden), zu denen die Granulozyten-, Thrombozyten-, Erythrozyten- oder Monozytenspende gehört, bei jedem gespendeten Nabelschnurblut oder auch jeder Stammzell- / Knochenmarkspende müssen folgende Virusantigene oder Antikörper obligatorisch serologisch untersucht werden.

Erkrankung Laborparameter
Hepatitis B HBs-Antigen, Anti-HBc (IgG) – falls positiv: Anti-HBs mit Titer
Hepatitis C Anti-HCV
HIV-Infektion Anti-HIV 1+2 (IgG, IgM)
HIV-p24-Antigen
Syphilis-Infektion TPHA-Test (IgG), Antikörpernachweis gegen Treponema pallidum

Darüber hinaus werden für bestimmte Blutprodukte zusätzliche Laboruntersuchungen durchgeführt, um weitere Infektionen auszuschließen.

Erkrankung Laborparameter
Hepatitis A Anti-HAV (IgG, IgM)
Cytomegalie Anti-CMV (IgG, IgM)
Humanes T-lymphotropes Virus Anti-HTLV 1+2 (IgG, IGM)