Institut für Transfusionsmedizin und Immunhämatologie Frankfurt a. M.
Abteilung für Zelltherapeutika / Blutspende
Zellseparation
Neben HLA- und HPA-kompatiblen Thrombozytenhochkonzentraten (THK), Lymphozyten- und Granulozytenpräparaten liegt der Schwerpunkt der Abteilung auf der Herstellung von Stammzellpräparaten für die Stammzelltransplantation. Über 900 potenzielle Stammzellspender stellen sich jährlich zur Spendereignungsuntersuchung vor. Die Abteilung ist einer der größten Hersteller allogener mobilisierter Stammzellpräparate der Welt. Es werden außerdem allogene Knochenmarkpräparate für die hämatopoietische Regeneration hergestellt. Die Erzeugung von allogenen Stammzellpräparaten aus Peripherblut oder Knochenmark erfolgt überwiegend für die gemeinnützigen Stammzellfremdspenderdateien Deutsche Stammzellspender Datei (DSSD) und Deutsche Knochenmarkspender-Datei (DKMS). Jedoch werden auch Stammzellpräparate von Familienspendern des KGU sowie autologe Stammzellpräparate für Patienten aller umliegenden Transplantationseinheiten hergestellt. Die Abteilung ist in der klinischen Entwicklung neuer Mobilisationsmedikamente, neuer Apheresetechnologien und neuer Diagnostika aus dem Bereich der Stammzellmedizin engagiert. Das Leistungsspektrum wird abgerundet durch therapeutische Apheresen, insbesondere therapeutische Erythrozytapheresen bei PRV oder Hämochromatose, therapeutische Erythrozytenaustauschtransfusionen bei Sichelzellanämie und therapeutische Leukapheresen bei Leukostasesymptomatik im Rahmen akuter Leukämien.
Cell Processing (GMP)
In den Reinräumen der Abteilung werden hochgradig manipulierte Zellpräparate für die therapeutische Anwendung am Menschen hergestellt. So werden u.a. CD34-angereicherte oder T-/B-Zell depletierte Stammzellpräparate für die haploidente Stammzelltransplantation oder erregerspezifische T-Zell-Präparate für den adoptiven Transfer von erregerspezifischer Immunität bei abwehrgeschwächten Patienten erzeugt. Die Abteilung erzeugt weiterhin Zellpräparate für die kardiovaskuläre Regeneration, z.B. nach Herzinfarkt, und ist an der klinischen Entwicklung von Zell- und Gentherapeutika am Klinikum der Goethe-Universität beteiligt. Zum Portfolio gehört weiterhin die Aufarbeitung autologer Nabelschnurrestblutpräparate und die Cryokonservierung von Leukozytenpräparaten.
Stationäres Team (Blutspendeabteilung)
Die Blutspendeabteilung (stationäres Team) ermöglicht es Blutspendern, direkt im Blutspendedienst Blut zu spenden. Mehr als 1000 Blutspender machen jährlich von diesem Angebot Gebrauch. Darüber hinaus werden im stationären Team Plasma- und Erythrozytenspenden durch Apherese gewonnen (maschinelle Trennung der Blutkomponenten während der Spende). Als Fachabteilung für klinische Transfusionsmedizin bietet die Abteilung Patienten und Kliniken die Möglichkeit, eine Eigenblutspende vor geplanten Operationen ambulant in unserem Hause durchzuführen. Die Blutspendeabteilung bietet auch das gesamte Spektrum der transfusionsmedizinischen Hämotherapie, vom Aderlass bis zur Transfusion von Blutkomponenten.
Leistungsspektrum (Diagnostik, Angebote, Methoden)
- Präparate
- Autologe und allogene periphere Blutstammzellen (PBSC), auch selektioniert oder depletiert, auch kryokonserviert
- Autologes und allogenes Knochenmark, auch Erythrozyten-depletiert, auch kryokonserviert
- Progenitorzellen aus Knochenmark zur kardiovaskulären Regeneration
- Apheresepräparat Spenderlymphozyten, auch kryokonserviert
- Erreger-spezifische Spenderlymphozyten
- Granulozytapheresepräparat, bestrahlt
- Thrombozytapheresepräparat, auch bestrahlt, auch HLA- bzw. HPA-gematcht
- Nabelschnurrestblut, kryokonserviert
- Weitere Sonderpräparate
- Vollblut, auch Eigenblut, und daraus hergestellte Komponenten
- Therapie
- Ambulante Transfusionen (EK,TK, GFP; inklusive aller gesetzlich geregelter Testungen und Dokumentationen)
- Therapeutische Leukozytapherese (z. B. bei Leukostase)
- Erythrozytapherese (bei Hämochromatose), Erythrozytenaustauschbehandlung (bei Sichelzellenanämie)
- Diagnostik
- Quantifizierung von Blutstammzellen (CD34+ / CD34+CD133+)
- Nachweis von thrombozytären Allo- und Autoantikörpern (MAIPA)*
- Nachweis von granulozytären Allo- und Autoantikörpern (MAIGA)*
- Nachweis von Leukozytenantikörpern (HLA, HNA, Crossmatch)
- Immunstatus (CD3, CD4, CD8, CD56 und weitere)
- Frequenz virusspezifischer T-Zellen (CMV, HIV)
- Funktionelle Untersuchung der NK-Zellaktivität (Zytotoxizität)
- Aktivierung von natürlichen Killerzellen (NKp30, NKp44, NKp46)
* Untersuchungen werden in Kooperation mit dem Institut Mannheim durchgeführt.
- Abteilungsmitarbeiter
Frau Hoger
Frau Schüly
Frau Bleimann



Abteilungsleiter,
Leiter d. Herstellung Sonderpräparate,
Sachkundige Person AMG,
Abt. Zelltherapeutika / Cell Processing (GMP) und stat. Blutspende:
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